Diverse Innovationsprojekte in Sachsen-Anhalt 2016 gestartet

Information über Forschungsprojekte am Fraunhofer IFF

Am Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung laufen derzeit FuE-Projekte, die durch das Land Sachsen Anhalt und die Europäische Kommission gefördert werden. Projektträger ist die Investitionsbank Sachsen Anhalt.
Im Fokus steht dabei die industrielle Forschung mit dem Ziel, Grundlagen für neue Produkte und Dienstleistungen zu erforschen sowie diese zu verbreiten. Interessierte Unternehmen insbesondere aus Sachsen-Anhalt können perspektivisch davon partizipieren und haben die Möglichkeit, sich im Rahmen einer informellen Kooperation einzubringen. Nähere Informationen zu den Projekten sind über die angegebenen Links verfügbar:

 

Assistenzsystem für den Betrieb von komplexen Sondermaschinen und Fertigungsanlagen (ASSIST)

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Funktionales Engineering für die automatisierte Schaltplan-Erstellung (autoECAD)

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Integriertes Sicherheitsmonitoring für flexible Fertigungsstraßen (ISIFLEX)

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Methoden zur automatisierten Erstellung von Simulationsmodellen von verfahrenstechnischen Anlagen aus R&I-Fließschemen (ErSiAn)

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Aktive Orthesen zur Unterstützung der Rehabilitation in der Orthopädie (ReAktiv)

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Vorausschauende Wartung und Instandhaltung bei Bestandsanlagen der Prozessindustrie (VIPro)

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Power-To-Gas: Biomethan aus Biogas-CO2 und Wind-H2 – Ein ganzheitlicher Energie- und Reststoffstromansatz für Biogasanlagen (Power-to-Gas)

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Skalierbare und verteilte virtuelle Arbeitsumgebungen und Erlebnisräume (OmniVEDS)

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Prozess Industrie 4.0: Vertikale Integration zur Flexibilisierung der chemischen Produktion (FlexChem)

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Erlernen komplexer Problemlösungsstrategien in virtuellen Lern- und Erfahrungsräumen (PRIVILEG)

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Industrie 4.0 – Digitale Baustelle: Der Handwerker/Monteur im Zeitalter von Industrie 4.0 auf der Digitalen Baustelle

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Industrie 4.0 – Digitaler Stahlbaufertiger: Der Handwerker/Monteur im Zeitalter von Industrie 4.0 auf der Digitalen Baustelle

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»Partnernetzwerk Wirtschaft 4.0«

Partnernetzwerk »Wirtschaft 4.0« in Sachsen-Anhalt

Mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung hat der FASA e.V. (Zweckverband zur Förderung des Maschinen- und Anlagenbaus e.V.) gemeinsam mit KAT (Kompetenznetzwerk für Angewandte und Transferorientierte Forschung) das Partnernetzwerk »Wirtschaft 4.0« Anfang 2017 gestartet. Ziel ist die nachhaltige Bündelung der regionalen Aktivitäten im Bereich der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Verbreitung technologischer Neuentwicklungen.

Leitstelle »Wirtschaft 4.0«

Die Notwendigkeit der Errichtung des beschriebenen Partnernetzwerkes »Wirtschaft 4.0« ergibt sich einerseits aus dem gestiegenen Bedarf an Unterstützung und andererseits aus dem umfangreichen Themenspektrum im Bereich der Digitalisierung. Neben den allgemeinen Trends und Entwicklungen müssen vor allem auch die vorhandenen und regionalen Kompetenzen in Sachsen-Anhalt zur fachlichen Unterstützung der Unternehmen berücksichtigt und regelmäßig aktualisiert werden.

Ziele der Leitstelle

  1. Nachhaltige Bündelung der regionalen Aktivitäten im Bereich der Digitalen Wirtschaft und Gesellschaft
  2. Schaffung von verbesserten Voraussetzungen für die Digitalisierung in den Unternehmen; flächenhafte Verbreitung des Internets und damit verbundener Technologien und Standards
  3. Ermittlung am Markt vorhandener Lösungen bzw. Anbieter und unabhängige Auswahl für die Bedürfnisse der regionalen Unternehmen
  4. Verbreitung technologischer Neuentwicklungen, die z. B. durch geförderte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben entstanden sind
  5. Bekanntmachung und Vernetzung der regionalen Dienstleister und ihrer Kompetenzentwicklung mit KMU und Handwerk
  6. Enge Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum »Mittelstand 4.0« und Unterstützung dessen Arbeit, sofern eine Zuschlagserteilung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erfolgt.

Die Leitstelle »Wirtschaft 4.0« agiert branchen- und technologieoffen.

Wettbewerbsneutrale Maßnahmen

  • Bündelung und Koordinierung von Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen (Schulungen, Veranstaltungen), die von den gewerblichen Kammern sowie Forschung- und Entwicklungseinrichtungen angeboten werden
  • Vermittlung von spezifischen Unternehmensanfragen an potenzielle Kompetenzträger
  • Projektanbahnung und -organisation zur Umsetzung der Digitalen Wirtschaft 4.0 für
    • neue Produkte,
    • neue Geschäftsmodelle oder/und
    • effiziente Produktionsprozesse

Strategisches Ziel ist es, alle Potentiale der Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen wie z. B. Studenten und Absolventen, Hochschullehrer und Mitarbeiter, Technik und Ressourcen für Aktivitäten zur Umsetzung der Digitalen Wirtschaft in Sachsen-Anhalt nutzbar zu machen.

Die vorgesehene Struktur der Kooperation ist im nachfolgenden Schaubild zusammengefasst.

Kontakt

Dipl.-Ing Andrea Urbansky
Geschäftsführerin
Tel.:       +49 391/4090 321

Sarah Rosenbohm M.Sc.
Digitalisierungscoach
E-Mail: srosenbohm@lsa-partnernetzwerk.de
Tel.:      +49 391/4090 117

Jan Wietelmann M.Sc.
Digitalisierungscoach
E-Mail: jwietelmann@lsa-partnernetzwerk.de
Tel.:      +49 391/4090 158

Michael Dreher M.Sc.
Digitalisierungscoach
E-Mail: mdreher@lsa-partnernetzwerk.de
Tel.:      +49 391/4090 789

 

Weiterführende Links:
www.lsa-partnernetzwerk.de
www.kat-kompetenznetzwerk.de

»Industrie 4.0 – Digitale Baustelle«

Im Zeitalter der vierten industriellen Revolution liegt der Fokus auf dem Menschen im Spannungsfeld der Digitalisierung. Der Monteur oder Handwerker wird in der neuen »Digitalen Baustelle« zunehmend mit kommunizierenden Werkzeugen und Ausrüstungen interagieren müssen. Er wird mit mobilen, digitalen Assistenzsystemen ausgestattet, mit denen er die reale und digitale Welt zur Lösung seiner Aufgaben kombinieren kann.

Dennoch werden weiterhin seine handwerklichen Fähig- und Fertigkeiten im Mittelpunkt stehen. Tablet, Smartphone, Datenbrille oder Datenhandschuh werden die Arbeit des Handwerkers oder Monteurs somit nicht ersetzen, sondern als arbeitserleichternde Werkzeuge mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten diverse Vorteile für den Baustellenprozess mit sich bringen.

Durch eine schrittweise Digitalisierung der Baustelle erhöht sich die Durchgängigkeit digitaler Prozessketten  – von »Digital Engineering« über »Digital Construction« bis hin zu »Digital Assessment«. Im Sinne von »Industrie 4.0« können somit wirtschaftliche, bauliche und sicherheitswirksame Potenziale gehoben werden.

Ein wichtiger Aspekt der Digitalen Baustelle ist die Verfolgung von Objekten auf der Baustelle, die mittels der Technologie des »Internets der Dinge« auf Baustellen Anwendung finden soll. Maßgeblicher Schwerpunkt ist die Konnektivität von Objekten. Diese sind dabei im weiteren Sinne bewegliche sowie statische Objekte.

FASA I

„Telematikgesteuerter Workflow in einem Kunden-Lieferanten-Netzwerk des verfahrenstechnischen Anlagenbaus“

Anfang des Jahres 1998 hat sich eine aus 6 Unternehmen bestehende Verbundprojektgemeinschaft auf den Weg gemacht, neue Formen der Partnerschaft im Anlagenbau und der erforderlichen IuK-Infrastrukturen zu erproben. Das Hauptziel des Projektes bestand in der Senkung der Anlagenerrichtungszeit um mindestens 30%.
Das Hauptziel des Projektes bestand in der Senkung der Anlagenerrichtungszeit um mindestens 30%. Dieses Einsparvolumen sollte insbesondere beim Engineeringaufwand, Änderungswesen, administrativen Tätigkeiten und den Transferaktivitäten erschlossen werden.

Folgende Ergebnisse konnten erreicht werden:

  • Entwicklung eines Partnerschaftskonzeptes für die unternehmensübergreifende Projektzusammenarbeit
  • Entwicklung eines Projekt-Informationsservers DIWES
  • Umsetzung gewerkespezifischer Datendurchgängigkeit von der 3D-Planung bis Fertigung (Digitale Kette)

Laufzeit: 1.1.98 bis 31.12.99

FASA II

„E-Businessfähigkeit für KMU´s des Maschinen- und Anlagenbaus“

Das Ziel des FASA II Projektes war es, Lieferanten der Maschinen- und Anlagenbaubranche E-Businessfähig zu machen, damit diese auf jegliche Art von Kundenanforderungen reagieren können. E-Businessfähigkeit erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und eröffnet neue Chancen. Des Weiteren sollte durch die E-Businessfähigkeit der Lieferanten eine interne Transparenz erreicht werden, welche unternehmensübergreifende effektivere und effiziente Geschäftsprozesse zur Folge hat.

„E-Businessfähigkeit umfasst die Unterstützung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmen durch Informations- und Kommunikationstechnologien sowohl intern als auch unternehmensübergreifend mit dem Ziel der durchgängigen Abbildung von Geschäftsprozessen, um Medienbrüche und Redundanzen zu vermeiden.“

Zur Zielerreichung wurden 5 Arbeitspakete abgegrenzt:

  • wissenschaftliche Begleitung und Funktionalitätenvergleich von elektronischen Marktplätzen
  • E-Projektmanagement
  • E-Instandhaltungsmanagement
  • E-Services
  • E-Customer Relationship Management

Ergebnisse: Erarbeitung eines E-Business-Leitfadens und die Entwicklung von Umsetzungskonzepten zu folgenden Themen:

  • elektronische Marktplätze
  • E-Instandhaltungsmanagement
  • E-Projektmanagement
  • E-Customer Relationship Management
  • Entwicklung eines Leitfadens zur Erreichung der E-Businessfähigkeit von KMU´s

Laufzeit: 1.4.2001 bis 31.12.2002

Partner: Weber Rohrleitungsbau Merseburg GmbH, MCE VOEST VEA GmbH, Stahlbau Magdeburg GmbH , Fraunhofer IFF